In radialer Richtung sind bis zu 4 Rundstützen mit einem Systemabstand von 1.040 mm angeordnet.

Stützentypen von Außen nach Innen:
optische Außenstütze (ohne Tragfunktion),
tragende Stütze (Lastabtragung der Dachkonstruktion),
Fassadenstütze (Einbindung der Glasfassade in tangentialer Richtung umlaufend),
Innenstütze (mit Belüftungstechnik oder Elektroanschlüssen bzw. –installationen).
In tangentialer Richtung ist der Systemabstand der Rohrstützen im wesentlichen ebenfalls 1.040 mm (204 x). Weitere Felder mit einem Systemabstand 2.080 mm (26 x) nehmen z. T. die 13 Türanlagen auf.
Zwischen der Betonwand des Konzertsaals und den Rohrstützen entsteht eine umlaufende Wandelhalle von 18 Metern Höhe.
Die Vorstellung des Architekten, einen stählernen Vorhang als Außenfassade des Gebäudes zu realisieren, wurde durch die ausgesprochen engen Stützenabstände sowie durch die Anordnung mehrerer Stützen radial hintereinander verwirklicht.
Die umlaufenden Fassadenstützen bilden eine zum Konzertsaal leicht versetzte ellipsenähnliche Form.
Ein besonderes Augenmerk galt dem Stahlbau, der Fassade und dem Schallschutz.
Eine hohe technische Herausforderung stellt das Gebäude durch die Ausbildung einer rahmenlosen Glasfassade, ohne Pfosten/Riegelkonstruktion, in Kombination mit den Rundstützen dar. Dabei waren erhebliche Verformungen der Stahlkonstruktion in einer Größenordnung von ca. +/- 20 mm (daraus ergibt sich eine absolute Differenz von 40 mm) zu berücksichtigen. Diese sind auf Windlasten und temperaturabhängige Längendehnung der Stahlkonstruktion zurückzuführen. Besondere Anforderungen wurden durch diese Verformungen an die Dichtungen und die Einfassungen der Fassade in die Stützen gestellt. Die Glaseinbindung musste so ausgeführt werden, dass Bewegungen der Stahlstützen möglich sind und gleichzeitig die Dichtheit und Funktionstüchtigkeit der Fassade gewährleistet bleibt.

offene Halbschale geschlossene Stütze
Die Fassadenstützen bestehen im wesentlichen aus einer Rohrhalbschale (Gebäudeinnenseite), die in Kombination mit Blech und Vierkantstählen zum statisch erforderlichen Querschnitt ausgebildet wurden. In Richtung der Fassadenachse wurde beidseitig eine Art Tasche ausgebildet, in welche die Isolierglasscheiben der Glasfassade hineinragen.
Die Glasscheiben haben eine Höhe von 3,1 Meter, so dass 5-6 Glasscheiben gestapelt werden mussten. Die Scheiben werden durch eine 28 mm hohe Horizontalfuge getrennt und über Auflagerwinkel mit den Kernen verschraubt. Nach der Glasmontage wurden auf der Außenseite Rohrhalbschalen angebracht, so dass die Fassadenstützen optisch ein rundes Erscheinungsbild bekamen.

Die vor den Fassadenstützen stehenden Außenstützen werden, wie in Versuchen nachgewiesen, durch den Wind zu Schwingungen angeregt. Deshalb sind im Inneren der Stützen speziell entwickelte Schwingungsdämpfer der Firma spannverbund GmbH eingebaut worden.

Die Gesamtmontagezeit betrug über ein Jahr (November 2003 - Dezember 2004).
Die feierliche Eröffnung findet am 26. Juni 2005 zum Abschluss der luxembourgischen Präsidentschaft des Ministerrats der Europäischen Union statt.

Die Philharmonie Luxembourg – für 1.500 Besuchern ein sowohl visuelles wie auch akustisches Fest der Sinne.